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Die Geschichte des Kleingartenwesens

Vom Stück Land zur grünen Gemeinschaft: Wie Kleingärten in Deutschland entstanden sind und warum sie bis heute wichtig bleiben.
Die Geschichte des Kleingartenwesens
Ratgeber16. August 2023Kleingärtnerverein Beerenkamp e.V.

Kleingärten gehören seit mehr als einem Jahrhundert zum Stadtbild. Entstanden sind sie in einer Zeit, in der die Industrialisierung viele Menschen in enge Wohnungen führte. Ein eigenes Stück Land bot Familien Platz zum Anbauen, Durchatmen und Zusammensein.

Der Name „Schrebergarten“ erinnert an den Leipziger Arzt Moritz Schreber. Aus den von seinen Anhängern angeregten Spiel- und Bewegungsflächen für Kinder entwickelten sich nach und nach Gartenparzellen. Was zunächst Erholung und Versorgung verband, wurde für viele Menschen ein fester Teil des Alltags.

Besonders während der beiden Weltkriege und in den Jahren danach halfen Kleingärten dabei, die eigene Ernährung zu ergänzen. Heute steht für viele Pächterinnen und Pächter etwas anderes im Vordergrund: Freude an Pflanzen, Zeit im Freien und das Miteinander im Verein. Zwischen Beeten und Lauben finden auch Insekten und Vögel Lebensraum.

So hat sich die Rolle der Kleingärten verändert, ihr Kern ist geblieben: Menschen gestalten gemeinsam ein Stück Grün mitten in der Stadt. Auch im Beerenkamp wird diese Geschichte mit jedem Gartenjahr weitergeschrieben.